Kegebein, Berthold (1894 - 1977)

Berthold Kegebein wurde als Sohn des Möbeltischlers Hermann Kegebein (1861– um 1920) und seiner Frau Auguste (1861–1949) in Güstrow geboren. Er wuchs zusammen mit seinen zwei Brüdern auf und ging dort zur Schule. In seiner Heimatstadt erlernte er auch den Beruf des Fotografen. Nach der Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg 1919 machte er sich selbständig und eröffnete ein Atelier, in dem er fast sechs Jahrzehnte tätig war. Kegebein hatte mit Ehefrau Elsa (1897–1964) vier Töchter. Seine Vorlieben auf dem Gebiet der Fotografie lagen im Bereich Porträt sowie in den Stilrichtungen Stadtansichten, Landschaften, Reproduktionen und Darstellungen mit künstlerischen Lichteffekten. Auftraggeber waren neben öffentlichen Stellen auch private Personen aus Güstrow und seiner Umgebung. Der berühmteste unter ihnen war unbestreitbar der Bildhauer Ernst Barlach, für den er seit den 1920er Jahren bis zu Barlachs Tod im Jahre 1938 tätig war. Im Zweiten Weltkrieg wurde Berthold Kegebein zur Marine eingezogen und kehrte rund ein Jahr nach Kriegsende aus britischer Kriegsgefangenschaft zurück. Nach 1945 entstanden in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Pastor Gerhard Bosinski größere fotografische Aufnahmeserien in Kirchen und Museen der Region, die in Büchern und Kalendern Verwendung fanden. Um 1970 gab der Fotograf aus Altersgründen sein Fotogeschäft auf. Kegebein starb am 24. Dezember 1977 in seiner Heimatstadt.(Text aus Wikipedia)